Sind Winterreifen ein Must-Have für dein Motorrad?
2018-10-15 16:20:24

motorradfahren winterMotorradfahren im Winter erfreut sich nicht unbedingt größter Beliebtheit. Vor allem nicht, wenn es friert und ab und zu schneit. Dann bleiben die Zweiräder besser im „Stall“. Trotzdem gibt es immer mehr Vorkehrungen, um auch durch den Winter hindurch weiter Motorradfahren zu können.

Winterreifen in Produktion

Du siehst dieser Tage wahrscheinlich nicht wirklich oft jemanden auf dem Motorrad. Immerhin ist der Winter eingekehrt und draußen ist es alles andere als angenehm. Wenn dir dennoch jemand auf dem Bike begegnet, wird er Winterreifen drauf haben. Aufgrund der Winterreifenpflicht, die übrigens auch für Motorräder gilt, sind hierzulande seit einiger Zeit schon spezielle Motorrad-Winterreifen erhältlich.
 
winterreifen
 
Sie verfügen über ein dem Winter angepasstes Profil für mehr Grip, sogar bei Schnee. Alternativ gibt es noch die Matsch und Schnee Version (M&S). Für einen richtig knackigen Winter sind diese Reifen jedoch eher ungeeignet. Im Gegensatz zu echten Winterreifen werden sie aus einer etwas härteren Gummi-Art hergestellt.

Effektiv bei niedrigen Temperaturen

Für Winterreifen sollte bestenfalls möglichst weiches Gummi verwendet werden. Das weichere Gummi sorgt für einen besseren Halt, weil es sich bei niedrigen Temperaturen anders verhält als Sommerreifen. Bei einer Temperatur von 7°C oder kälter verändert sich die Konsistenz von dem verarbeiteten Gummi in Sommerreifen. Das macht sich natürlich auch direkt auf dem Asphalt bemerkbar. Ein harter Sommerreifen, der sich nicht so schnell erwärmt rutscht über leicht vereiste Straßen wie ein Schlitten. Allerdings ist bei Blitzeis und glatten Straßen die Fahrt mit dem Zweirad ohnehin absolut nicht anzuraten. Winterreifen können bei geringen Mengen von Schnee den Unterschied machen. Bei anhaltendem Glatteis lässt man die Maschine aber ohnehin besser stehen.

Spezielle Trainings

Interessierte können verschiedene Kurse absolvieren, die sie auf Situationen mit Schnee und plötzlich auftauchender vereister Fahrbahn vorbereiten. Natürlich auch in Kombination mit Winterreifen. Als Motorradfahrer kannst du dann viel besser einschätzen, wie du dich richtig verhältst, wann du deine Maschine besser stehen lässt und vor allem, wie du sie sich bei entsprechenden Gefahrensituationen noch kontrollieren kannst. Dazu zählt zum Beispiel das absichtliche Herumreißen des Lenkers, um zu sehen und zu erleben, was dann passiert. Du lernst ein paar wichtige Dinge, die dir im Ernstfall vielleicht das Leben retten können.

Winterreifen ja oder nein?

Wer sich dazu entscheidet, den Winter hindurch weiterhin zu fahren, sei es wegen lang anhaltender milder Temperaturen, oder weil er darauf angewiesen ist, der sollte auf jeden Fall Winterreifen benutzen. Unverhofft kommt oft! Wer unterwegs von einem Eisregen oder Schnee überrascht wird, kommt mit Winterreifen in der Regel immer sicherer voran. Es stellt sich also nicht die Frage, ob man Winterreifen aufziehen, sondern ob man überhaupt mit dem Motorrad im Winter fahren sollte. Zugegeben, die echten Winter-Diehards haben von November bis März (abgesehen von den kalten Temperaturen) auch mit motorradleeren Straßen zu tun. Es hat auch seine Vorteile im Winter. Außerdem verfügen Motorräder heutzutage auch teilweise über ABS. Ein weiterer Sicherheitsaspekt, der bei Schnee für mehr Stabilität sorgt.
Demgegenüber steht dann die Frage, ob es sich wirklich lohnt, einen Sturz zu riskieren, sich einen abzufrieren oder den Motor sowie sämtliche Chromteile durch Streusalz zu „verrosten“. Das muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden.


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