Winterzeit: Winterschlaf für dein Motorrad?

Bisher war weder viel Schnee oder Eis zu sehen, geschweige denn Streusalz auf den Straßen. Der Eindruck kann hinsichtlich des Wetters jedoch täuschen. Denn der Winter kommt bestimmt, und zwar nicht nur meteorologisch, sondern auch fühlbar und sichtbar. Für Motorradfahrer ist der Wintereinbruch die Zeit, Ihren „Ofen“ lieber einzumotten.

Die Motorradsaison für dieses Jahr ist vorbei. Wir sehen immer weniger Motorräder auf den Straßen. Klar, es gibt auch Ausnahmen. Ein paar hartgesottene fahren auch jetzt noch mit Ihrem Bike, trotz der Tatsache, dass es bereits Dezember ist. Wenn du nicht zu diesen Fahrern gehörst, sondern es vorziehst, deine Karre lieber ordentlich unterzustellen, dann lies dir jetzt unsere Tipps für den gelungenen Winterschlaf für Motorräder durch.

Öl und Ölfilter

Das Erste, wonach du sehen solltest, ist das Öl. Am besten ist ein Ölwechsel und ein Austausch des Ölfilters. Altes Öl enthält diverse Unreinheiten und die können unter Umständen schlecht für den Motor sein. Sauberes Öl hingegen schmiert gut und garantiert einen guten Start im nächsten Frühling, wenn du dein Motorrad wieder aus dem Unterstand holst.



Rost beseitigen

Wenn du beim Putzen deiner Maschine auf Roststellen triffst, solltest du sie nach Möglichkeit direkt entfernen. Dafür gibt es spezielle Rostentferner. In Kombination mit robusten Bürsten, Lappen oder Schmirgelpapier ist die Entfernung von Rost eigentlich kein Problem. Für richtig schwierige Fälle empfiehlt sich der Gang zur Werkstatt, um den Rost entfernen zu lassen, bevor das Motorrad für eine längere Zeit steht.  

Unlackiertes Metall behandeln

Unlackierte Metallteile kannst du gut mit Antikorrosions-Spray einsprühen. Das gilt ebenso für die Gabelführung und die Stoßdämpfer. Es reicht eine dünne Schicht, die aber sorgfältig aufgetragen werden sollte. Wenn man hier eine Stelle nicht behandelt, kann dort leicht Rost entstehen.

Kette reinigen

Verwende für die Kettenreinigung einen speziellen Kettenreiniger, damit sie richtig sauber wird. Danach kannst du die Kette noch mit Kettenspray behandeln. Nach dieser Behandlung bitte nicht direkt mit dem Motorrad fahren. Das Spray braucht seine Zeit, um richtig wirken zu können. Wer jetzt sofort wieder losfährt, verteilt das Pflegemittel nur auf der Straße.

Reifen

Am besten solltest du dein Motorrad im Winter aufbocken. So haben die Reifen im Winter keinen Bodenkontakt und sie verlieren in der Regel nur wenig bis gar keine Luft. Das klappt nicht? Dann versuche es mit einer höheren Spannung, um etwa 0.5 Bar und bewege die Maschine alle zwei Wochen ein Stückchen von der Stelle. Vor der ersten Fahrt in der neuen Saison dann bitte nicht vergessen, den korrekten Luftdruck wieder herzustellen.



Mit einem vollen Tank durch den Winter

Lass dein Motorrad mit einem vollen Tank in den Winterschlaf fallen. So vermeidest du die Rostbildung an der Innenseite des Tanks. Vor dem „Abtanken“ kannst du auch noch ein Treibstoff-Additiv in den Tank gießen. Damit verhinderst du die Bildung von Kondensflüssigkeit. Am besten fährst du nach dem Zufügen des Mittels noch ein kleines Stück, um es richtig arbeiten zu lassen.

Elektronik

Vergiss nicht, die Elektronik zu behandeln. Verwende dazu geeignetes Kontaktspray, um Korrosion an den Schaltern zu vermeiden.

Gummierte Stellen einfetten

Auch für Gummi oder Plastik gibt es passende Sprays zu Behandlung. Diese Sprays sind meist auf Basis von Wachs und machen z.B. Kabel oder Dichtungen resistent gegen Feuchtigkeit und Kälte.

Akku

Eine Auszeit im Winter ist immer schlecht für die Batterie. Sie entlädt sich nämlich selbst. Und wenn sie sich zu stark entlädt, wird die Batteriesäure zu „sauer“. Das führt dann in der Regel dazu, dass die Batterie Schaden nimmt und sich auch nicht mehr aufladen lässt (Tiefenentladung). Daher solltest du die Batterie etwa alle drei Wochen vollständig aufladen oder ein Erhaltungsladegerät anschließen. Dann bleibt die Batterie in einem guten Zustand. Wer hat schon Lust auf eine böse Überraschung, wenn er sein Motorrad im Frühling wieder in Gang bringen will.

Abdeckung

Zu guter Letzt kannst du dein Motorrad noch abdecken. Dafür eignen sich übrigens keine alten Decken oder Laken, denn die speichern zu viel Feuchtigkeit, was wiederum die Rostbildung fördert. Und die soll ja tunlichst vermieden werden. Für die korrekte Abdeckung im Winter eignen sich atmungsaktive Covers. Achte beim Abdecken jedoch darauf, dass das Cover nicht an die vorher behandelten Stellen gelangt. Denn dort kann es kleben bleiben. Steht dein Motorrad im Winter draußen? Dafür gibt es spezielle Außencovers. Um zu verhindern, das sich Kondensflüssigkeit unter der Plane bildet, sollte sie alle 2-3 Wochen an einem trockenen, sonnigen oder windigen Tag gelüftet werden.  

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