Ketten-, Zahnriemen- oder Kardan-Antrieb?

Der Motorblock eines Motorrades sollte das Hinterrad antreiben. Dafür ist eine Verbindung zwischen der Antriebswelle des Motorblocks und dem Hinterrad notwendig. Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen. Am gebräuchlichsten sind Motorräder mit Zahnrädern und einer Kette. Einige Motorräder haben einen Kardan-Antrieb. Anstelle einer Kette ist dies eine sich drehende Welle mit Zahnrädern. Manchmal sieht man auch einen Zahnriemen-Antrieb. Warum werden Motorräder mit einem bestimmten Antrieb hergestellt? Wir erklären es Ihnen.

 

Wie funktioniert ein Ketten-Antrieb?

Die meisten Motorräder sind mit einer Kette ausgestattet. Eigentlich kann man schlichtweg sagen, dass das so ist, weil eine Kette viel günstiger und einfacher ist, dann ein Kardan-Antrieb. Eine Kette und Zahnräder sind einfacher und preiswerter herzustellen. Darüber hinaus ist es einfacher, dies auf verschiedene Motorräder zu implementieren.

Ein Motorrad mit einer Kette läuft ruhiger als eine Kardanwelle, verliert aber mehr Energie. Ein großer Vorteil einer Kette ist, dass diese viel leichter ist als eine Kardanwelle. Ein Nachteil ist, dass eine Kette mehr Wartung erfordert. Es wird empfohlen, die Kette alle 400 km zu schmieren oder wenn man häufig bei Regen fährt nach 250km. Außerdem verschleißt eine Kette schneller, so dass sie gelegentlich ersetzt werden muss. Eine Kette von Zeit zu Zeit zu reinigen ist ein Muss für eine lange Lebensdauer.

 

Was ist eine Kardan-Antrieb?

Wenn eine Kette ein offenes System ist, ist eine Kardanwelle ein geschlossenes System. Bei einem Kardan-Antrieb wird eine Welle durch Zahnräder innerhalb eines Systems angetrieben. Innerhalb dieses geschlossenen Systems befindet sich spezielles Kardan-Öl, um sicherzustellen, dass es gut geschmiert bleibt. Dieses Öl muss beispielsweise erst nach 40.000 km gewechselt werden. Hinweis: Dies ist je nach Motorrad unterschiedlich. Informationen hierzu findet man im Serviceheft Wartungsheft.

Ein Kardan-Antrieb hat eine direktere Übertragung, da sich die Welle nicht wie eine Kette dehnt. Das wird man zwar während der Fahrt bemerken, aber nach kurzem eingewöhnen, ist dies nicht als nachteiliger Effekt zu nennen.

BMW-Motorräder sind häufig mit einem Kardan-Antrieb ausgestattet. Hier sehen Sie einen BMW Kardan-Antrieb von innen.

 

Wie arbeitet ein Zahnriemen-Antrieb?

Ein Zahnriemen-Antrieb ähnelt ein bisschen dem Ketten-Antrieb. Es ist ein Zahnriemen, der über zwei Zahnräder gespannt ist. Wenn ein Zahnriemen richtig gespannt ist, sodass er genügend Spiel hat und keiner ungleichmäßigen Belastung ausgesetzt ist, hält ein Zahnriemen-Antrieb viel länger als eine Kette. Da eine Kette aus Stahl besteht, nutzen sich die Zahnräder auch schnell ab, sodass die Zahnräder immer mit ausgetauscht werden müssen. Dies ist bei einem Zahnriemen-Antrieb nicht der Fall. Ein weiterer Vorteil eines Zahnriemen-Antriebs ist, dass dieser nicht geschmiert werden muss. Heutzutage sind Zahnriemen-Antriebe so gut verarbeitet, dass sie manchmal das Motorrad überdauern. Darüber hinaus kann ein Zahnriemen-Antrieb die Flexibilität einer Kette bieten, ist jedoch leiser, leichter und sauberer.

Warum nutzt dann nicht jeder einen Zahnriemen-Antrieb? Das hat zwei Gründe. Erstens kann ein Zahnriemen-Antrieb plötzlichen Belastungen nicht gut standhalten. Daher ist es keine gute Kombination mit einem Zahnriemen-Antrieb plötzlich stark zu beschleunigen oder Wheelies zu fahren. Zweitens ist es mit einer Kette einfacher, Anpassungen am System vorzunehmen.



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